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Gelsenkirchener Tafelrunde für Stipendiaten der WH


Foto: Michael Korte

Ein Benefizdinner zu Gunsten von Stipendiaten der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen veranstaltete die Wirtschaftsinitiative Gelsenkirchen am Sonntag im Schloss Horst. Riccardo Doppio sorgte für musikalische Untermalung.
Gala der Wirtschaftsinitiative im Schloss Horst bringt 18.000 Euro für Studierende der Westfälischen Hochschule. Köche und Künstler unterstützen.
Für Ulli Potofski, Jahrgang 1952 und gebürtiger Gelsenkirchener, war es so etwas wie die Rückkehr zu den eigenen Wurzeln. Potofski hat Koch gelernt. Im Schloss Horst. Unterm Dach des historischen Prachtbaus hat er zu seiner Lehrzeit sogar gewohnt.
Sonntagabend war der bekannte Sport-Moderator und TV-Gelegenheits-Tänzer auch mit seinem Wissen über Küche und Keller gefragt: Er moderierte das 2. Gala-Dinner der Wirtschaftsinitiative Gelsenkirchen. Getafelt wurde für den guten Zweck: An die 100 Gäste zahlten jeweils 98 Euro für ihr Abendmenü, zudem wurden sie mit 50 Euro Mindestspende zur Kasse gebeten.

Deutschlandstipendium verdoppelt Summe
9000 Euro sollten unterm Strich nach dem Abend bleiben. Die Summe wird dann vom Deutschlandstipendium des Bundesbildungs-Ministeriums verdoppelt - macht 18 000 Euro. „Damit schaffen wir es, fünf Stipendiaten der Westfälischen Hochschule (WH) ein Jahr zu finanzieren“, hatte Roland Hundertmark, Vorsitzender der Wirtschaftsinitiative Gelsenkirchen, zuvor als Ziel ausgegeben. „Es war ein toller Abend. Die Resonanz des Publikums war mehr als positiv“, freut sich Hundertmark. Und: Das hoch gesteckte Finanzziel wurde erreicht. Dazu beigetragen haben auch lokale Künstler wie die MiR-Sopranistin Anke Seiloff, wie der Bueraner Künstler Christian Nienhaus (mit einer Katalog-Versteigerung) oder auch - ganz passend - Wirtschaftskabarettist Hans Gerzlich. Und natürlich Riccardo Doppio, der „Eros Ramazotti aus Gelsenkirchen“.
Mitstreiter fand die Wirtschaftsinitiative nicht nur in der lokalen Kunstszene, sondern auch einmal mehr bei der lokalen Gastronomie: Köche und Service-Azubis aus dem Maritim, dem Courtyard und der Fabricca Schloss Horst kreierten ein mehrgängiges Dinner und brachten es gekonnt auf die Tische, Chocolatier Lothar Buss sorgte für einen süßen Abschluss. Der Arbeitsaufwand wurde von den Betrieben im Dienst der guten Sache bewältigt, der Wareneinsatz zum kleinen Tarif berechnet. Nur so ging die Gesamtrechnung auf.

Heinrich Wächter führt Regie bei Premiere
2015, bei der Gala-Premiere, hatte Sterne- und Fernsehkoch Björn Freitag (Goldener Anker, Dorsten) noch bei der Speisenfolge Regie geführt. Diesmal hatte Heinrich Wächter, ehemaliger Kochlehrer und Gründer des Köcheklubs Gelsenkirchen, buchstäblich die „Mütze“ auf: Er kreierte mit den Kochprofis eine Speisenfolge, die zum Motto des Abends passte. Die 1960 er Jahre lieferten die Vorlage - mit Wirtschaftsboom und Gastarbeitern, Fernreise-Weh, Schlagerschmelz und kulinarischen Besonderheiten im Stil der Zeit vom Schinkenröllchen bis zum Filet Wellington. „Da war eine Portion Nostalgie dabei. Aber es kommt ja alles wieder“, stellt Wächter fest. Den Abend erlebte er halbwegs entspannt: „Die Kollegen kochen ja. ich muss nur ansagen.“

Jörn Stender, DerWesten

http://www.derwesten.de/staedte/gelsenkirchen/gelsenkirchener-tafelrunde-fuer-stipendiaten-der-wh-id12188925.html

Weitere Eindrücke der Veranstaltung sehen Sie in der Bildergalerie …hier

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